Erik Smith   

Public Art

 

„Public Art” ist ein Projekt, das an drei sich überlagernden Schauplätzen stattfindet: dem zu Fuß erfahrbaren Stadtraum Charlottenburg-Wilmersdorf, Instagram als einem digitalen Raum, und dem gedruckten Raum einer unprätentiösen Publikation mit Bildern und Karten. „Public Art“ nimmt improvisierte, unbeabsichtigte, manchmal temporäre Manifestationen von „Kunst“ im öffentlichen Raum in den Blick: z.B. zufällige Materialkonfigurationen mit überraschenden skulpturalen Qualitäten, verlassene urbane Konstruktionen, die als versteckte Denkmäler der Vergangenheit fungieren, und zufällige Formen oder Markierungen auf Oberflächen, die an die moderne Geschichte malerischer Abstraktion erinnern (siehe Beispielbilder unten). „Public Art” weicht von traditionellen Vorstellungen dessen ab, was Kunst in einem öffentlichen Kontext ist oder sein kann.

Erst in einem „expanded field“ (Krauss) uneingeschränkter Möglichkeiten legt Kunst ein Zeugnis über ihre Allgegenwart ab: Sie ist überall – man muss sie nur suchen.

 

Ab Anfang Dezember werden die Bilder von „Public Art“ täglich für drei Wochen auf der Instagram-Seite @publicart_sfk gepostet. Eine limitierte Auflage von 500 gedruckten Künstler-Publikation mit Bildern und einer Karte samt Standort-Verzeichnis wird ebenfalls kostenlos an verschiedenen Distributionsstellen im Bezirk erhältlich sein (Informationen hierzu folgen in Kürze auf www.stadtfindetkunst.de und @publicart_sfk).

 

www.instagram.com/explore/tags/publicart_sfk/

 

www.eriksmith.de

 

publicart_sfk, die Publikation von Erik Smith, erhältlich ab Anfang Mai 2021
publicart_sfk, die Publikation von Erik Smith, erhältlich ab Anfang Mai 2021

Birgit Szepanski
Smashing figures


Performativer Spaziergang im Olympiapark Berlin
 
»Smashing figures« ist ein künstlerischer Kommentar von Birgit Szepanski zum aktuellen Diskurs über einen Umgang mit Skulpturen im Olympiastadion und Olympiapark in Berlin, die für das Großbauprojekt »Reichssportfeld« der Nationalsozialisten in den 1930er Jahren angefertigt wurden. Die Künstlerin sammelt Porzellanfiguren, die eine Ähnlichkeit zu den Skulpturen im Olympiapark aufweisen, zerbricht diese in einer Performance vor den Skulpturen und dokumentiert die Aktion in einem Künstlerheft.

In einem Walk führt Birgit Szepanski mit dem Künstlerheft durch den Olympiapark und lädt zu einem Gespräch vor Ort ein: Wie wirken die Skulpturen im Olympiapark heute? Wie gegenwärtig ist der politische Hintergrund, der im Nationalsozialismus entstandenen Skulpturen? Wie lässt sich ein künstlerischer Diskurs anstoßen und die politische Beziehung zwischen Kunst und Architektur aufzeigen und dekonstruieren?
 
Der Spaziergang kann unter den aktuellen Corona Regeln leider nicht stattfinden und
wird in das Jahr 2021 verschoben.
 
Treffpunkt: Am Wärterhäuschen des Eingangs zum Olympiapark Berlin am Gutsmuthsweg (Gutsmuthsweg: beginnt am Olympischen Platz, parallel zum Eingang Sommerbad)
 
www.birgitszepanski.de

Birgit Szepanski, "Smashing Figures", 2020; Fotos: Moritz Vietze

Bildrechte: Künstlerin und Land Berlin, Senatsverwaltung für Inneres und Sport.


Migrantas e.V

Drehbare Geschichten 

Bilder des Zusammenlebens in Charlottenburg-Wilmersdorf

Zum Internationalen Tag der Migrant*innen (18. Dezember 2020) möchte der Wilmersdorfer Verein Migrantas e.V. gemeinsam mit alt eingesessenen wie zugezogene Bürger*innen des Bezirks, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sowie Geflüchteten die Außen-Skulptur DREHGESCHICHTEN neu gestalten und vor dem Haus der Nachbarschafft e.V. aufstellen.
In einem Workshop – der Aufgrund der Pandemie online stattfindet – können die Teilnehmer*innen ihre eigene Geschichte zum Thema „Zusammenleben“ unter den bestehenden Piktogrammen der „Visuellen Sprache der Migration“ von migrantas.org für den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf auswählen.
Themen wie „Flucht - Bürokratie“, „Alles neu - Sprache“, „Heimat – Heimweh“, „Bildung – Job“, „Vorurteile -Zusammenleben“ werden angesprochen und gemeinsam entschieden, welche Piktogramme auf die Dreh-Würfel-Skulptur gedruckt werden: der Bezirk gestaltet seine eigene interkulturelle Identität.
Die Vielfalt Charlottenburg-Wilmersdorfs bekommt eine visuelle Stimme und Passanten wie Einwohner*innen sind eingeladen, den Bezirk anders zu betrachten bzw. neu zu erkunden.


Online-Workshop  
DREHGESCHICHTEN | Bilder des Zusammenlebens in Charlottenburg-Wilmersdorf
Wann: Mittwoch, 18.11.2020 um 17.00 Uhr
, Wo: Online Meeting-Dienst ZOOM 


Wer: Alle Nachbar*innen aus Charlottenburg-Wilmersdorf ab 16 Jahren


Anmeldung: per E-Mail unter: info@nachbarschafft-ev.de an.

Drehwürfel-Skulptur, © migrantas.org
Drehwürfel-Skulptur, © migrantas.org

Urbane Aktion
Die Einweihung der Drehwürfel-Skulptur kann unter den aktuellen Corona Regeln leider nicht stattfinden und wird in das Jahr 2021 verschoben.

Tragetaschen-Aktion
Im Rahmen der Einweihung können die Besucher*innen mit von den Teilnehmer*innen ausgesuchten Migrantas-Piktogrammen bedruckte Tragetaschen aus Jute bemalen und gratis mit nach Hause nehmen. Auf diese Art und Weise wird das Thema Migration visuell noch weiter in den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf hineingetragen.
Teil des öffentlichen Raums von Charlottenburg-Wilmersdorf
Die Sichtbarkeit der Piktogramme im öffentlichen Raum ist ein wesentliches Ziel der Arbeit von Migrantas. Dahinter steckt immer die Absicht, die Überlegungen und Empfindungen der Migrant*innen in die Stadtgesellschaft zu integrieren. Die Bilder und Texte der Migrant*innen werden Teil des urbanen Raums: Der Bezirk spricht von ihnen. Die Außen-Skulptur DREHGESCHICHTEN | Bilder des Zusammenlebens in Charlottenburg-Wilmersdorf regt die Fußgänger*innen zur Stellungnahme an, die das Werk vervollständigt. Empfindungen und Lebensrealitäten von Migrant*innen gelangen so aus dem individuellen in den öffentlichen Raum.

Veranstalter: Migrantas e.V., Sigmaringer Str. 1, 10713 Berlin
Künstlerische Leitung: Kollektiv Migrantas: Florencia Young |

Workshop Durchführung: Mitglieder des Kollektiv Migrantas
Projektsteuerung: BAM! Berlin Art Management: Anemone Vostell
Kooperationspartner: nachbarschafft e. V., Straße am Schoelerpark 37, 10715 Berlin


Tragetaschen / Workshop / Piktogramme, Foto © Migrantas e.V
Tragetaschen / Workshop / Piktogramme, Foto © Migrantas e.V

Michaela Seliger

Rondo-Air-Mitmalperformance

Herzliche Einladung zur Rondo-Air-Mitmalperformance
für „Jung und Alt“ im Kiez

 

Die Mitmalperformance kann unter den aktuellen Corona Regeln leider nicht stattfinden und wird in das Jahr 2021 verschoben.


„Galerie im Luftgeschoss“ Sigmaringer Straße 1 / Gasteiner Straße 18
10713 Berlin

zwischen dem Atelierhaus/UCW und der Feuerwehr
Treffpunkt: in der überdachten Freiluftfläche

 

Rondo-Air-Mitmalperformance
Runde Leinwände können Sie als punktuelles, künstlerisches, individuelles Statement gestalten. Die unterschiedlichen Materialien wie wetterfeste Acrylfarbe, Tapes, Collagematerial, Klebstoff etc. werden gestellt.
Die Bilder werden im Luftgeschoss befestigt und präsentiert.
Wir freuen uns auf Ihre aktive, kreative Teilnahme.

 

 

www.sigmaringer1art.de
www.michaela-seliger.de
www.seligerleben.de

Luftgeschoss des Atelierhauses Sigmaringer Straße / Ecke Gasteiner Straße, Foto © Michaela Seliger
Luftgeschoss des Atelierhauses Sigmaringer Straße / Ecke Gasteiner Straße, Foto © Michaela Seliger

Boris Eldagsen

Xmas in Plato’s Cave

Videoprojektion für den vorweihnachtlichen Ku‘damm

Verkehrskanzel Ecke Ku’damm, Joachimstaler Str, vis-a-vis Café Kranzler, 10719 Berlin
4 K Video, projiziert als HD Video-Loop

01.12.20 – 30.01.21, ab 17 Uhr  

Das auf den Ku’damm projizierte Video erschafft ein illusionistisches Loch im Bürgersteig: Man blickt in ein dunkles Nichts, in das nur eine Metallstange hineinragt. An der Stange, wie man sie vom Schulsport, der Feuerwehr, oder vom Pole-Dance kennt, klettert eine mit unzähligen roten Lasern besetzte Tänzerin herab. Wie ein 100-facher Leuchtturm strahlt sie in alle Richtungen. Unten befindet sich eine schwarze Gestalt, die versucht den Strahlen auszuweichen oder diese mit einem Spiegel vor ihrem Gesicht abzuwehren.
Eldagsen lässt in dieser Arbeit mehrere Welten wie in einem Teilchenbeschleuniger aufeinandertreffen und verschmelzen:
    •    Das christliche Weihnachtsfest zur Feier der Geburt Jesu,

          der als Sohn Gottes das ewige Licht in die Welt bringt.
    •    Die Bewohner aus Platons Höhlengleichnis, die dem Licht außerhalb

         der Höhle ablehnend gegenüberstehen.
    •    Den kommerziellen Lichtzauber des Ku‘damms, der Konsumenten anlocken soll.
Dabei verwandelt Eldagsen die Pole-Dance-Stange in eine Himmelsleiter, und die Tänzerin in eine Lichtgestalt - irgendwo zwischen post-apokalyptischer Burlesque und dem Weihnachtsmann des KaDeWe.

Mitwirkende:
Lichtgestalt: Susana Chamorro
Höhlenbewohner: Carlos Collado
Choreografie: Susana Chamorro, Carlos Collado, Boris Eldagsen
Music: Tanvir Taolad, Boris Eldagsen
Idee, Regie, Camera, Licht, Schnitt, Kostüme, Bühnenbild: Boris Eldagsen

 

www.instagram.com/boriseldagsen

 

www.eldagsen.com

 

Mit Ton auf der webseite des Künstlers: www.eldagsen.com/platoscave

 


Selda Asal, Dagmar Gester und  Ale Senso

Lock down 2020!

 

Gemeinsam schließen wir das Jahr 2020 ab!
Wir sammeln Ihren Kummer, um ihn miteinander zu teilen und in diesem
Jahr zurück zu lassen. Die Stimmung ist nicht gut, wir sind auf uns selbst zurück geworfen, viele plagen existentielle Sorgen. Jetzt kommt der trübe November... da darf sich schon mal öffentlich beklagt werden.
Einem heilsamen Ritual gleich können Sie Ihren Kummer aufgeben, wie
man einen Brief aufgibt.

Dafür stand für Sie in Parks im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ein
Kummerkasten bereit. Mitte November im Volkspark Wilmersdorf,
Anfang Dezember stand der Kummerkasten am Savignyplatz (siehe Plan)
Ihre Kümmernisse wurden anschließend an gleichem Ort in Form von künstlerisch gestalteten Wort-Bild-Collagen öffentlich plakatiert (siehe Fotos), wo sie eingesammelt worden sind, um darüber in den Dialog zu kommen und den gedanklichen Austausch zu befördern.